Aus gutem Grund

Das Nachhaltigkeitsprogramm
der KASTNER Gruppe

Umstellung auf erneuerbare Energien

Als ersten Schritt auf unserem Weg zu energieautarken Standorten haben wir uns das Ziel gesteckt, auf 100 % nachhaltige Energie umzustellen. Unsere Standorte Zwettl und Krems wurden daher bereits auf Fernwärme umgestellt.

Beim Hallenzubau (2.500 m²) in der Zentrale in Zwettl wurde eine 300 m² große Photovoltaikanlage mit 42,24 kwP errichtet. Im Sommer 2016 wurden 405 österreichische PV-Module mit einer Fläche von 648 m² und 105,30 kwP am Dach montiert. Die Gesamtjahresleistung beträgt nun ca. 105.000 kwH. Der produzierte Strom wird zur Gänze selbst verbraucht.

Die Fußbodenheizung mit Wärmerückgewinnung von der Kälteanlage ermöglicht, dass jährlich weitere 89 Tonnen CO2 eingespart werden können. Durch die flächendeckende Umstellung aller niederösterreichischen und burgenländischen Standorte auf Ökostrom werden in Summe rund 1.500 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Energieeffizienz

Unsere langfristige Vision ist auch hier Treiber für unsere täglichen Entscheidungen, beispielsweise bei den 2012 durchgeführten Zu-und Umbauprojekten in Zwettl und Jennersdorf. So werden Neu- und Umbauten nur mehr im Niedrigenergiehausstandard durchgeführt, alte Kälteanlagen in diesem Zuge durch neue Ammoniak-CO2-Anlagen ersetzt und intelligente Licht- und Heizsysteme implementiert.

Moderne Beleuchtungskonzepte, wie Tageslichtspots, die das Tageslicht auf dem Dach einfangen, durch ein hochreflektierendes Rohr in den Raum spiegeln und durch eine Streulinse an der Decke gleichmäßig verteilen in Verbindung mit automatischer Dimmung, LED-Beleuchtung, Bürobeleuchtung mit Licht- und Bewegungssensoren, etc. sorgen für eine weitere Reduktion des Energiebedarfs. Im Abholmarkt Wien wurde ein Pilotprojekt „Abdeckungen bei Tiefkühltruhen“ umgesetzt.

Diese Maßnahme bewirkt eine Stromeinsparung bei der Kühlung von ca. 8,5 %, also 120.000 kWh/Jahr.

EDV: Green IT

Ein weiteres bereits 2009 gestartetes Erfolgsprojekt ist die Servervirtualisierung in der zentralen EDV-Abteilung in Zwettl: Es wurden insgesamt sieben physische Server virtualisiert – das ergab eine Energieersparnis von rd. 19.000 kWh/Jahr. Neben der erheblichen Energieeinsparung (weniger Kühlung, weniger Strom) ergeben sich weitere Vorteile für die Zukunft: Optimale Ausnutzung der Hardware, da jeder Server nur die Ressourcen erhält, die er auch benötigt. 2011 wurden die IBM PSeries Server in Amstetten und Jennersdorf virtualisiert, danach folgten Eisenstadt und Wien (pro Standort ergibt dies eine Einsparung von 2 kW).

Ebenfalls unter dem Titel „green IT“ wurden 42 Einzeldrucker durch 19 Multifunktionsdrucker ersetzt, d.h. Strom- und Ressourceneinsparungen in der Größenordnung von rund 50 %. Zusätzlich wird als Standard-Endlospapier „ECO Papier“ eingesetzt, Laserausdrucke und Faxe sind standardmäßig auf duplex (2-seitig) eingestellt. Zahlreiche Drucksortenwerden komplett auf Umweltschutzpapier gedruckt.

Arbeitsplätze und Workflows

Im Bereich der Mitarbeiterarbeitsplätze konnten durch den Einsatz von Thin Clients (Nettops) mit einem Verbrauch von 30 kW anstelle von Standard PCs (300 kW, jeweils ohne Bildschirm) ebenfalls Einsparung im Stromverbrauch erzielt werden. Bis jetzt wurden bereits 100 PCs ersetzt. 2013 wurden erneut rund 50 weitere PCs getauscht – derzeit gibt es 271 PCs in der gesamten KASTNER Gruppe.

Ein weiterer wichtiger EDV-Bereich, in dem zahlreiche Maßnahmen umgesetzt wurden sind elektronische Workflows zur Vermeidung von Papierausdrucken: Flächendeckende Umsetzung von EDI (Elektronischer Datenaustausch bei der lieferantenseitigen Bestellung, dem Lieferschein- und Rechnungsversand), MDE (Mobile Datenerfassungsgeräte) sowie KASTNER Webshop-Bestellung anstelle von Fax bei der kundenseitigen Bestellung, papierlose Kommissionierung im Lager, elektronische Verfügbarkeit von Verträgen, etc.

Ressourcen-Management

KASTNER ist ein reiner Großhändler, kein produzierender Betrieb. Unser Fokus liegt daher in erster Linie auf der Abfallvermeidung bzw. ordnungsgemäßen Trennung, Lagerung, Entsorgung und Verwertung der Abfälle. Stefan Diessner und sein Stellvertreter Franz Breinhölder zeichnen für alle Umsetzungsmaßnahmen entsprechend dem Abfallwirtschaftsgesetz, Einhaltung von Verordnungen und die Erarbeitung und Einhaltung des Abfallwirtschaftskonzeptes verantwortlich.

Alle Aufzeichnungen bzgl. Müllaufkommen, genauso wie Energieverbrauch und Wasserverbrauch sind Teil des Controllingberichts, der je Tertial von der Geschäftsleitung geprüft wird, wobei der Wasserverbrauch im Wesentlichen genau der Menge entspricht, die auch wieder entsorgt wird.