Aus gutem Grund

Das Nachhaltigkeitsprogramm
der KASTNER Gruppe

KASTNER Nützlingshotel

Christof Kastner, DI Lukas Schlosser, Michaela Schierhuber und Ingrid Graf von der KASTNER Gruppe bedanken sich bei Eva Maria Rester BEd (Leiterin PTS Zwettl), Dipl.Päd. Reinhard Gundacker (Fachbereichsleiter Holz, PTS Zwettl), Tischlermeister Ernst Rabl und der Klasse des PTS Zwettl für die tolle Zusammenarbeit.

Diese Informationstafel wurde unter dem Motto „Schule trifft Wirtschaft“ in Kooperation mit der Polytechnischen Schule Zwettl als Nützlingshotel gestaltet und unterstützt unter anderem den Erhalt der Artenvielfalt, die natürliche Schädlingsbekämpfung oder bei der Bestäubung von Zier- und Nutzpflanzen.

Die gefrästen Längsschlitze links oben eignen sich optimal als Überwinterungsquartier für Schmetterlinge, die gebohrten Löcher in den Materialien Holz und Stein dienen u.a. Wildbienen als Brutplätze. Rinde und Zapfen sind für Käfer und Ameisen gedacht, die Farbe und der Abstand der roten Lamellen wiederum wirken anziehend auf Florfliegen.

» Entstehung des Hotels

Standort des Nützlingshotels

Die richtige Standortwahl ist wichtig, damit die Nützlinge auch ins Nützlingshotel einziehen. Ideal ist ein warmer, sonniger und vor Regen geschützter Standort.

Weiters sollten in relativer Nähe möglichst viele Kräuter, blütenreiche Wildpflanzen sowie einheimische Sträucher und Bäume vorkommen, um den Nahrungsbedarf der Insekten abzudecken.

50 cm Abstand zum Boden sollte mindestens eingehalten werden, allgemein sollte das Hotel gut sichtbar für die anfliegenden Insekten sein. Wichtiger als südliche Ausrichtung ist das schnelle Abtrocknen nach Regenfällen.

Bewohner des Nützlingshotels

Schmetterlinge
Der Kasten mit den gefrästen Längsschlitzen dient Schmetterlingen als Überwinterungsquartier. Er wird gefüllt mit Stroh, Heu oder Ästen.

Wildbienen
Die großen und kleinen Eingänge mit 2 und 10mm Ø bieten optimale Brutplätze für verschiedenste Bienenarten. In den Röhren werden Eier abgelegt und vom Muttertier mit einem Lehm-Sekret zugemauert. Im Frühjahr dann schlüpfen die Larven und fressen sich ihren Weg frei in ihr neues Leben.

Wespen
Schilfrohr wird bevorzugt von ungefährlichen Wespen genützt. Sie durchgraben die (hohlen) Schilfrohrzweige, um dort ihre Eier abzulegen. Die Aufzucht der Jungen wird im Frühjahr bevorzugt mit Blattläusen verrichtet. Bei ihrer Nahrungsaufnahme bestäuben Wespen die Blüten im Garten.

Solitärbienen
Die mittelgroß gebohrten Löcher (4 und 7mm Ø) in den Materialien Holz und Stein werden von vielen unaggressiven Bienenarten bevorzugt. Hier können die Tiere den Unterschlupf zum Nisten wie auch zum Überwintern nutzen. Sie ernähren sich von Nektar und Pollen und tragen damit zur Bestäubung von Zier- und Nutzpflanzen bei. MARIENKÄFER Diese Nützlinge favorisieren dichte Naturmaterialien wie z.B. Rinde und Zapfen als Nistplätze. Tagsüber reduzieren sie wirkungsvoll die Blattlaus- und Spinnmilbenbestände. Nachts und generell im Winter lassen sie sich gerne in diesem Zimmer nieder.

Ameisen, Fliegen und Käfer (z.B. Florfliegen, Holzkäfer, Laufkäfer)
Verschiedene Ameisen-, Fliegen- und Käferarten als Insektenhotel-Insekten bevorzugen lockere Materialien wie Zapfen als Nisthilfe. Ebenso fühlen sie sich hier heimisch, um ein Quartier im Winter aufzuschlagen. Florfliegen z.B. fressen verschiedene Läusearten und nutzen das Zimmer ganzjährig als Unterschlupf, sie werden von der roten Farbe sehr angezogen und schätzen auch die Lamellen mit den Abständen, die anderen Insekten zu groß sind.

Wir danken unseren Projektpartnern: