Aus gutem Grund

Die Nachhaltigkeitsinitiative
der KASTNER Gruppe

Im oberen Böschungsbereich stehen Wildsträucher mit einer für bestäubende Insekten relevanten Blütezeit von Mai und Juni. Die Bestäubung erfolgt durch Wild- und Honigbienen, Hummeln und Schwebfliegen sowie beim Gemeinen Schneeball durch Fliegen. Die Hasel ist windbestäubt.
Die ausgereiften Früchte der Gehölze werden von Vögeln, wie Amsel, Drossel, Rotkehlchen und Gimpel teilweise bis in den Winter hinein als Nahrung angenommen. Gerade die Haselnuss wird daneben noch gerne von Säugetieren wie Eichhörnchen und Haselmaus angenommen. Zur Aufzucht von Jungvögeln bieten die Sträucher Heckenbrütern wie dem Rotkehlchen, der Amsel und der Mönchsgrasmücke Schutz vor Feinden.

Im feuchten Bereich der Sickergrube stehen Stauden aus dem Lebensbereich Wasserrand. Dieser ist im Wesentlichen charakterisiert durch feuchten bis nassen, teilweise auch abtrocknenden Boden.
Flatter-Binse und Teich-Simse werden vom Wind bestäubt. Alle anderen sind insektenbestäubt. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September. Die Bestäubung übernehmen im Wesentlichen Wild- und Honigbienen sowie Hummeln und Schwebfliegen. Blutweiderich und Wasser-Minze werden zudem noch von verschiedenen Tagfaltern wie Edelfalter, Weißlingen und Bläulingen besucht. Die Bestäubung beim Zungen-Hahnenfuß erfolgt durch Fliegen und Käfer.

Die Wildblumenansaaten bieten eine Fülle an Blüten von Mai bis Oktober und somit eine lang anhaltende Nektarquelle. Die Bestäubung der Blüten wird von einem breiten Spektrum an Insekten wie Wild- und Honigbienen, Hummeln, Schwebfliegen, verschiedenen Schmetterlingen und Käfern übernommen.
Die Wildblumenansaaten in diesen Bereichen werden nur einmal jährlich, Ende September (nach Norden geneigte, schattige Böschung), bzw. zweimal im Jahr Ende Juni und Ende September (nach Osten geneigte, sonnige Böschung), gemäht. Dadurch haben die Samen die optimale Möglichkeit, ausreifen zu können, was zu einer Ausbreitung und Etablierung der Pflanzen am Standort führen soll.

Gehölze

  • Corylus avellana - Hasel
  • Crataegus monogyna - Eingriffliger Weißdorn
  • Rhamnus cathartica - Kreuzdorn
  • Viburnum opulus - Gemeiner Schneeball

Stauden aus dem Lebensbereich Wasserrand in der dauerfeuchten Sickergrube

  • Iris pseudacorus - Sumpf-Schwertlilie
  • Juncus effusus - Flatter-Binse
  • Lythrum salicaria - Blutweiderich
  • Mentha aquatica - Wasser-Minze
  • Ranunculus lingua - Zungen-Hahnenfuß
  • Scirpus lacustris - Teich-Simse

Wildblumenansaat - Leitpflanzen auf der nach Osten geneigten, sonnigen Böschung im Parkplatzbereich

  • Anthemis tinctoria - Färber-Kamille
  • Campanula patula - Wiesen-Glockenblume
  • Jasione laevis - Ausdauerndes Sandglöckchen
  • Leucanthemum vulgare - Wiesen-Margerite
  • Lychnis viscaria - Gewöhnliche Pechnelke

Wildblumenansaat - Leitpflanzen auf der nach Norden geneigten, schattigen Böschung oberhalb der Granitschlichtung

  • Arabis glabra - Turmkraut
  • Campanula persicifolia - Pfirsichblättrige Glockenblume
  • Campanula rapunculoides - Acker-Glockenblume
  • Echium vulgare - Natternkopf
  • Epilobium angustifolium - Waldschlag-Weidenröschen

Wildblumenansaat - Decksaat in beiden Bereichen

  • Agrostemma githago - Kornrade
  • Centaurea cyanus - Kornblume
  • Papaver rhoeas - Klatschmohn
  • Matricaria sp. - Kamillen-Arten