Aus gutem Grund

Die Nachhaltigkeitsinitiative
der KASTNER Gruppe

Im Zufahrtsbereich des Parkplatzes stehen neben einem Halbstamm auch fünf Buschbäume unseres Kulturapfels in verschiedenen Sorten, was die Verschiedenheit an Wuchsformen dieses Obsts verdeutlicht. Ökologisch gesehen ist der Apfel zum einen eine wichtige Nährpflanze für Wild- und Honigbienen sowie für Hummeln während der Blütezeit und zum anderen ein Nahrungslieferant für Mensch und Tier im Herbst. Im Laub- und Astwerk der an der südlichen Mauer rankenden Jungfernrebe finden Heckenbrüter wie Amsel, Girlitz und Heckenbraunelle Nistmöglichkeiten. Bei Fassadenbewuchs in Kombination mit Mauernischen bauen auch Halbhöhlenbrüter wie Garten- und Hausrotschwanz sowie der Hausspatz dort ihre Nester. Als Nahrungsquelle stehen den Vögeln an Mauer und Jungfernrebe lebende Insekten und Spinnen zahlreich zur Verfügung.
Die Sträucher an der östlichen Sickergrube blühen im Mai und Juni. Die Ausnahme bildet in dieser Gruppe die Purpur-Weide mit der frühen Blütezeit März bis April, was sie zu einer wertvollen Bienenweide macht. Bestäubt wird sie von Wild- und Honigbienen, Hummeln, Fliegen und Käfer.

Im feuchten Bereich der Sickergrube stehen Stauden aus dem Lebensbereich Wasserrand. Dieser ist im Wesentlichen charakterisiert durch feuchten bis nassen, teilweise auch abtrocknenden Boden.
Die Blütezeit der hier verwendeten Stauden liegt zwischen Mai und September. Als Bestäuber treten vor allem Wild- und Honigbienen sowie Hummeln und Schwebfliegen aus. Beim Schlangen-Knöterich und Blutweiderich treten hierfür noch verschiedene Tagfalter wie Edelfalter, Bläulinge und Weißlinge auf. Der Zungen-Hahnenfuß wird durch verschiedene Käferarten bestäubt.

Die Wildblumenansaaten bieten eine Fülle an Blüten von Mai bis Oktober und somit eine lang anhaltende Nektarquelle. Die Bestäubung der Blüten wird von einem breiten Spektrum an Insekten wie Wild- und Honigbienen, Hummeln, Schwebfliegen, verschiedenen Schmetterlingen und Käfern übernommen.
Die Wildblumenansaaten in diesen Bereichen werden nur zweimal jährlich, Ende Juni und Ende September, gemäht. Dadurch haben die Samen die optimale Möglichkeit, ausreifen zu können, was zu einer Ausbreitung und Etablierung der Pflanzen am Standort führen soll.

Gehölze - Zufahrt, Mauerbegrünung, östliche Sickergrube

  • Malus domestica - Kulturapfel (Halbstamm und Buschbäume)
  • Parthenocissus tricuspidata ´Veitchii´ - Jungfernrebe
  • Euonymus europaeus - Pfaffenkapperl
  • Lonicera xylosteum - Gemeine Heckenkirsche
  • Salix purpurea - Purpur-Weide
  • Viburnum opulus - Gemeiner Schneeball

Stauden aus dem Lebensbereich Wasserrand im feuchten Bereich der östlichen Sickergrube

  • Bistorta officinalis - Schlangen-Knöterich
  • Iris sibirica - Wiesen-Schwertlilie
  • Iris pseudacorus - Sumpf-Schwertlilie
  • Lythrum salicaria - Blutweiderich
  • Ranunculus lingua - Zungen-Hahnenfuß

Wildblumenansaat - Leitpflanzen in den Sickermulden

  • Lythrum salicaria - Blutweiderich
  • Filipendula ulmaria - Mädesüß
  • Lysimachia vulgaris - Gilbweiderich
  • Melilotus officinalis - Gelber Steinklee

Wildblumenansaat - Decksaat in den Sickermulden

  • Agrostemma githago - Kornrade
  • Centaurea cyanus - Kornblume
  • Papaver rhoeas - Klatschmohn
  • Matricaria sp. - Kamillen-Arten