Aus gutem Grund

Die Nachhaltigkeitsinitiative
der KASTNER Gruppe

Ökologische Betriebsarealgestaltung bei KASTNER

In Kooperation mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich, der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu) und dem Ökokreis realisiert KASTNER am Standort Zwettl ein Pilotprojekt zur ökologischen Betriebsarealgestaltung. „Auf Grund der Züchtung für das Ökosystem weitgehend nutzlose Pflanzen werden durch ökologisch wertvolle und vor allem regionale Nutzpflanzen ersetzt, welche gleichzeitig auch als Heimat und Nahrungsquelle für Nützlinge wie Insekten und Vögel dienen!“, erklärt Lukas Schlosser, Projektleiter und CSR-Beauftragter der KASTNER Gruppe.

Als Beispiel wäre die Forsythie zu nennen, deren Gelb zwar die Farbe des Frühlings ist, deren Blüten aber nektarlos sind, oder die Thuje, die im Waldviertel ganz und gar nicht heimisch ist. Aus diesem Grund wurde beispielsweise der Bereich beim Haupteingang der Zentrale in Zwettl komplett neu bepflanzt. Die bestehenden Pflanzen wurden an die KASTNER Mitarbeiter verschenkt.

Biodiversität ist der Reichtum allen Lebens und umfasst sowohl Tier- und Pflanzenarten als auch Gene und Ökosysteme. Der Verlust an Biodiversität schwächt massiv die Ökosystemleistungen, wie zum Beispiel gesunde Böden, sauberes Wasser, wertvolle Lebensmittel, und vieles mehr. Als Lebensmittelgroßhändler ist es KASTNER ein großes Anliegen, seinen Beitrag zu leisten und das Betriebsareal nach Biodiversitätskriterien zu gestalten. Zusätzlich werden Informationstafeln zur Sensibilisierung und Wissensvermittlung zum wichtigen Thema der Biodiversität angebracht.

Die Pflanzungsaktion am Betriebsgelände Zwettl wurde Ende April 2016 abgeschlossen, als Ehrengäste bei der Einweihungsfeier Mitte Juni waren unter anderem die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Frau BR KommR Sonja Zwazl und der Leiter des Bereichs Natur der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu) Mag. Franz Maier anwesend.

Die Idee zu diesem Projekt wurde im Rahmen eines Workshops des EU LIFE Projekts Wirtschaft & Natur NÖ im Juli 2015 geboren, bei dem KASTNER als Leitbetrieb und strategischer Partner der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu) fungierte. Die vom Umweltdachverband in Kooperation mit eNu und Wirtschaftskammer Niederösterreich veranstaltete Workshop-Reihe hat sich zum Ziel gesetzt, Bewusstsein für Biodiversität und Ökosystemleistungen in Unternehmen und in der Bevölkerung zu steigern und Betriebe, Wirtschaftsverbände, Naturschutzakteure und NGOs diesbezüglich zu vernetzen. Die KASTNER Gruppe konnte mit den zahlreichen CSR Aktivitäten einen wertvollen Praxis-Beitrag beisteuern und gab einen Einblick in die betrieblichen Abläufe.

Haupteingang

Die beiden Beete im Bereich des Haupteingangs sind vorwiegend mit Stauden (mehrjährige, ausdauernde, krautige Pflanzen) aus dem Lebensbereich Beet, die gut für einen sonnigen Platz im Waldviertel geeignet sind, gestaltet. Der Lebensbereich Beet charakterisiert sich durch einen offenen, humosen, nährstoffreichen, frischen Boden. An diesem Standort gedeihen reichblütige, farbenprächtige Pflanzen optimal.
Betrachtet man die Blütezeiten der einzelnen Pflanzen an Hand eines Blütenkalenders, wird man feststellen, dass von Mai bis Oktober in Summe mindestens 3 verschiedene Staudenarten aus dieser Pflanzung zur gleichen Zeit in Blüte stehen. Entsprechend bietet sich ein reichhaltiges, andauerndes Nektarangebot für bestäubende Insekten. Darunter fallen verschiedene Hautflügler wie Wild- und Honigbienen, Zweiflügler wie beispielsweise Schwebfliegen sowie zahlreiche Schmetterlinge wie z.B. verschiedene Edelfalter. Bei der Neugestaltung der Beete im Eingangsbereich wurden 3 Rote Sommerspieren als Blühpflanzen sowie eine etablierte Latsche erhalten.
Abgedeckt sind die Flächen mit Miscanthus-Mulch (Elefantengras, Chinaschilf). Im Gegensatz zum Rindenmulch, der aus denselben Gründen eingesetzt wird (Hemmung von unerwünschtem Beikrautbewuchs, Schutz vor Bodenaustrocknung, Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit durch Ansiedeln von Insekten und Kleinstlebewesen unter der Mulchschicht), ist der Miscanthus-Mulch pH-neutral – einige Pflanzen vertragen die durch Rindenmulch ausgelöste Versauerung des Bodens nicht. Die helle Farbe des Elefantengrases reduziert die Erwärmung des Bodens, was die Verdunstung der Bodenfeuchtigkeit weiter herabsetzt.

Gehölze

  • Pinus mugo - Latsche (Bestand)
  • Spiraea japonica ´Anthony Waterer´ - Rote Sommerspiere (Bestand)

Stauden aus dem Lebensbereich Beet

  • Achillea filipendulina - Schaf-Garbe
  • Alchemilla mollis - Frauenmantel
  • Aster amellus - Berg-Aster
  • Aster novae angliae - Raublatt-Aster
  • Coreopsis verticillata - Mädchenauge
  • Geranium macrorhizum - Balkan-Storchschnabel
  • Geranium magnificum - Pracht-Storchschnabel
  • Helenium bigelovii - Sonnenbraut
  • Helianthus atrorubens - Stauden-Sonnenblume
  • Hemerocallis x hybrida - Taglilie
  • Iris sibirica - Wiesen-Schwertlilie
  • Monarda fistulosa - Indianernessel
  • Nepeta x faassenii - Katzenminze
  • Paeonia lactiflora - Edel-Pfingstrose
  • Physostegia virginiana - Gelenkblume
  • Sedum telephium - Hohe Fetthenne

Ziergras

  • Calamagrostis x acutifolia - Garten-Reitgras

Nebeneingang

In diesem Bereich ergänzen neu gesetzte Wildsträucher den älteren Bestand. Die Blütezeit der dort für die Insektenbestäubung relevanten Gehölze (alle außer Hasel, Sand-Birke und Roter Schlitz-Ahorn) ist von April bis Juli, was einem langen Aufenthalt der Bestäuber ermöglichen soll.
Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Hautflügler, allen voran Honig- und Wildbienen, Hummeln sowie Zweiflügler wie beispielsweise die Schwebfliegen. Der Nektar der Heckenkirsche bietet Nachtfaltern Nahrung, der Schneeball wird im Wesentlichen durch Fliegen bestäubt. Was Rosen betrifft ist in diesem Zusammenhang erwähnenswert, dass aufgrund ihrer Blütenform nur ungefüllt blühende Rosen, wie die wild vorkommende Hunds-Rose und Rotblättrige Rose, von Insekten bestäubt werden können. Die ausgereiften Früchte der Gehölze werden von Vögeln, wie Amsel, Drossel, Rotkehlchen und Gimpel teilweise bis in den Winter hinein als Nahrung angenommen. Gerade die Haselnuss wird daneben noch gerne von Säugetieren wie Eichhörnchen und Haselmaus verzehrt. Die an den Rosen reifenden Hagebutten sowie die Schlehen und Haselnüsse können auch vom Menschen als Wildobst verarbeitet werden.
Zur Aufzucht von Jungvögeln bieten die Sträucher Heckenbrütern wie dem Rotkehlchen, der Amsel und der Mönchsgrasmücke Schutz vor Feinden. Auf den Birken bietet sich der Nestbau für Baumbrüter wie Buchfink, und Girlitz an.

Gehölze

  • Corylus avellana - Hasel
  • Lonicera xylosteum - Gemeine Heckenkirsche
  • Prunus spinosa - Schlehe
  • Rosa canina - Hunds-Rose
  • Rosa glauca - Rotblättrige Rose
  • Viburnum lantana - Wolliger Schneeball
  • Acer palmatum ´Dissectum Atropurpureum´ - Roter Schlitz-Ahorn (Bestand)
  • Betula pandula - Sand-Birke (Bestand)
  • Prunus avium - Vogel-Kirsche (Bestand)
  • Prunus cerasifera ´Nigra´ - Blut-Pflaume

Mitarbeiterparkplatz

In diesem Bereich sind neben einer Auswahl aus heimischen Gehölzen auch 2 veredelte Sorten unseres Kulturapfels angepflanzt.
Die Blüte dieser Pflanzung erstreckt sich in der Abfolge über einen Zeitraum von Mai bis Juli, was zu einem möglichst langen Aufenthalt der Bestäuber am Firmengelände beitragen soll. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, hauptsächlich durch Hautflügler, allen voran Wild- und Honigbienen, Hummeln sowie Zweiflügler wie beispielsweise die Schwebfliegen. Der Nektar von Liguster, Heckenkirsche und Winter-Linde bietet außerdem noch zahlreichen Schmetterlingen wie verschiedenen Weißlingen und Nachtfaltern Nahrung, der Schneeball wird im Wesentlichen durch Fliegen bestäubt. Als Rose ist hier die ungefüllt blühende Hunds-Rose verwendet, welche durch Insekten bestäubt werden kann.
Die ausgereiften Früchte der Gehölze werden, mit Ausnahme der Nüsschen der Winter-Linde (Windverbreitung), von Vögeln, wie Amsel, Drossel, Rotkehlchen und Gimpel teilweise bis in den Winter hinein als Nahrung angenommen. Die an den Rosen reifenden Hagebutten können auch vom Menschen als Wildobst verarbeitet werden. Am Kulturapfel erfreuen sich neben dem Menschen auch weitere Säugetiere wie z.B. der Feldhase. Zur Aufzucht von Jungvögeln bieten die Gehölze Heckenbrütern wie dem Rotkehlchen, der Amsel und der Mönchsgrasmücke Schutz vor Feinden.

Die Stauden entlang der Granitschlichtung sind optimal an den Lebensbereich Steinanlagen angepasst. Dieser zeichnet sich durch einen wasserdurchlässigen, mit Steinen durchsetzten oder flachgründigen Boden aus.
Die Blütezeit der hier eingesetzten Stauden erstreckt sich von April bis August. Sie werden durch Insekten wie Bienen und Fliegen aber auch Ameisen bestäubt. Die Raupe des bei uns sehr seltenen Apollo-Falters ernährt sich fast ausschließlich von der Weißen Fetthenne.
Die Granitschlichtung selbst ist ein Lebensraum, der gerne von Eidechsen aufgesucht werden. Auf den großen sich in der Sonnen aufheizenden Steinen können sich die Tiere wärmen. In den Fugen und Hohlräumen zwischen den Steinen können sie sich bei Gefahr blitzschnell verstecken.

Die Wildblumenansaaten bieten eine Fülle an Blüten von Mai bis Oktober und somit eine lang anhaltende Nektarquelle. Die Bestäubung der Blüten wird von einem breiten Spektrum an Insekten wie Wild- und Honigbienen, Hummeln, Schwebfliegen, verschiedenen Schmetterlingen und Käfern übernommen.
Die Wildblumenansaaten in diesen Bereichen werden nur einmal jährlich, Ende September, gemäht. Dadurch haben die Samen die optimale Möglichkeit, ausreifen zu können, was zu einer Ausbreitung und Etablierung der Pflanzen am Standort führen soll.

Gehölze - Bereich Zufahrt und südöstliches Eck

  • Euonymus europaeus - Pfaffenkapperl
  • Ligustrum vulgare - Gemeiner Liguster
  • Lonicera xylosteum - Gemeine Heckenkirsche
  • Rhamnus cathartica - Kreuzdorn
  • Tilia cordata ´Greenspire´ - Winter-Linde
  • Rosa canina - Hunds-Rose
  • Viburnum opulus - Gemeiner Schneeball
  • Malus domestica - Kulturapfel

Stauden aus dem Lebensbereich Steinanlagen an der Granitschlichtung

  • Cerastium tomentodsum - Filziges Hornkraut
  • Phlox subulata - Polster-Phlox
  • Sedum album - Weiße Fetthenne
  • Sedum reflexum - Tripmadam
  • Sedum spurium - Teppich-Sedum
  • Sempervivum tectorum - Gewöhnliche Hauswurz

Wildblumenansaaten - Leitpflanzen in den Sickermulden

  • Lythrum salicaria - Blutweiderich
  • Filipendula ulmaria - Mädesüß
  • Lysimachia vulgaris - Gilbweiderich
  • Melilotus officinalis - Gelber Steinklee

Wildblumenansaat - Leitpflanzen am nördlichen Spitz

  • Centaurea jacea - Wiesen-Flockenblume
  • Galium mollugo - Wiesen-Labkraut
  • Geranium pratense - Wiesen-Storchschnabel

Wildblumenansaat - Decksaat in beiden Bereichen

  • Agrostemma githago - Kornrade
  • Centaurea cyanus - Kornblume
  • Papaver rhoeas - Klatschmohn
  • Matricaria sp. - Kamillen-Arten

Kundenparkplatz

Im Zufahrtsbereich des Parkplatzes stehen neben einem Halbstamm auch fünf Buschbäume unseres Kulturapfels in verschiedenen Sorten, was die Verschiedenheit an Wuchsformen dieses Obsts verdeutlicht. Ökologisch gesehen ist der Apfel zum einen eine wichtige Nährpflanze für Wild- und Honigbienen sowie für Hummeln während der Blütezeit und zum anderen ein Nahrungslieferant für Mensch und Tier im Herbst. Im Laub- und Astwerk der an der südlichen Mauer rankenden Jungfernrebe finden Heckenbrüter wie Amsel, Girlitz und Heckenbraunelle Nistmöglichkeiten. Bei Fassadenbewuchs in Kombination mit Mauernischen bauen auch Halbhöhlenbrüter wie Garten- und Hausrotschwanz sowie der Hausspatz dort ihre Nester. Als Nahrungsquelle stehen den Vögeln an Mauer und Jungfernrebe lebende Insekten und Spinnen zahlreich zur Verfügung.
Die Sträucher an der östlichen Sickergrube blühen im Mai und Juni. Die Ausnahme bildet in dieser Gruppe die Purpur-Weide mit der frühen Blütezeit März bis April, was sie zu einer wertvollen Bienenweide macht. Bestäubt wird sie von Wild- und Honigbienen, Hummeln, Fliegen und Käfer.

Im feuchten Bereich der Sickergrube stehen Stauden aus dem Lebensbereich Wasserrand. Dieser ist im Wesentlichen charakterisiert durch feuchten bis nassen, teilweise auch abtrocknenden Boden.
Die Blütezeit der hier verwendeten Stauden liegt zwischen Mai und September. Als Bestäuber treten vor allem Wild- und Honigbienen sowie Hummeln und Schwebfliegen aus. Beim Schlangen-Knöterich und Blutweiderich treten hierfür noch verschiedene Tagfalter wie Edelfalter, Bläulinge und Weißlinge auf. Der Zungen-Hahnenfuß wird durch verschiedene Käferarten bestäubt.

Die Wildblumenansaaten bieten eine Fülle an Blüten von Mai bis Oktober und somit eine lang anhaltende Nektarquelle. Die Bestäubung der Blüten wird von einem breiten Spektrum an Insekten wie Wild- und Honigbienen, Hummeln, Schwebfliegen, verschiedenen Schmetterlingen und Käfern übernommen.
Die Wildblumenansaaten in diesen Bereichen werden nur zweimal jährlich, Ende Juni und Ende September, gemäht. Dadurch haben die Samen die optimale Möglichkeit, ausreifen zu können, was zu einer Ausbreitung und Etablierung der Pflanzen am Standort führen soll.

Gehölze - Zufahrt, Mauerbegrünung, östliche Sickergrube

  • Malus domestica - Kulturapfel (Halbstamm und Buschbäume)
  • Parthenocissus tricuspidata ´Veitchii´ - Jungfernrebe
  • Euonymus europaeus - Pfaffenkapperl
  • Lonicera xylosteum - Gemeine Heckenkirsche
  • Salix purpurea - Purpur-Weide
  • Viburnum opulus - Gemeiner Schneeball

Stauden aus dem Lebensbereich Wasserrand im feuchten Bereich der östlichen Sickergrube

  • Bistorta officinalis - Schlangen-Knöterich
  • Iris sibirica - Wiesen-Schwertlilie
  • Iris pseudacorus - Sumpf-Schwertlilie
  • Lythrum salicaria - Blutweiderich
  • Ranunculus lingua - Zungen-Hahnenfuß

Wildblumenansaat - Leitpflanzen in den Sickermulden

  • Lythrum salicaria - Blutweiderich
  • Filipendula ulmaria - Mädesüß
  • Lysimachia vulgaris - Gilbweiderich
  • Melilotus officinalis - Gelber Steinklee

Wildblumenansaat - Decksaat in den Sickermulden

  • Agrostemma githago - Kornrade
  • Centaurea cyanus - Kornblume
  • Papaver rhoeas - Klatschmohn
  • Matricaria sp. - Kamillen-Arten

Entladestelle Lieferanten

Im oberen Böschungsbereich stehen Wildsträucher mit einer für bestäubende Insekten relevanten Blütezeit von Mai und Juni. Die Bestäubung erfolgt durch Wild- und Honigbienen, Hummeln und Schwebfliegen sowie beim Gemeinen Schneeball durch Fliegen. Die Hasel ist windbestäubt.
Die ausgereiften Früchte der Gehölze werden von Vögeln, wie Amsel, Drossel, Rotkehlchen und Gimpel teilweise bis in den Winter hinein als Nahrung angenommen. Gerade die Haselnuss wird daneben noch gerne von Säugetieren wie Eichhörnchen und Haselmaus angenommen. Zur Aufzucht von Jungvögeln bieten die Sträucher Heckenbrütern wie dem Rotkehlchen, der Amsel und der Mönchsgrasmücke Schutz vor Feinden.

Im feuchten Bereich der Sickergrube stehen Stauden aus dem Lebensbereich Wasserrand. Dieser ist im Wesentlichen charakterisiert durch feuchten bis nassen, teilweise auch abtrocknenden Boden.
Flatter-Binse und Teich-Simse werden vom Wind bestäubt. Alle anderen sind insektenbestäubt. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September. Die Bestäubung übernehmen im Wesentlichen Wild- und Honigbienen sowie Hummeln und Schwebfliegen. Blutweiderich und Wasser-Minze werden zudem noch von verschiedenen Tagfaltern wie Edelfalter, Weißlingen und Bläulingen besucht. Die Bestäubung beim Zungen-Hahnenfuß erfolgt durch Fliegen und Käfer.

Die Wildblumenansaaten bieten eine Fülle an Blüten von Mai bis Oktober und somit eine lang anhaltende Nektarquelle. Die Bestäubung der Blüten wird von einem breiten Spektrum an Insekten wie Wild- und Honigbienen, Hummeln, Schwebfliegen, verschiedenen Schmetterlingen und Käfern übernommen.
Die Wildblumenansaaten in diesen Bereichen werden nur einmal jährlich, Ende September (nach Norden geneigte, schattige Böschung), bzw. zweimal im Jahr Ende Juni und Ende September (nach Osten geneigte, sonnige Böschung), gemäht. Dadurch haben die Samen die optimale Möglichkeit, ausreifen zu können, was zu einer Ausbreitung und Etablierung der Pflanzen am Standort führen soll.

Gehölze

  • Corylus avellana - Hasel
  • Crataegus monogyna - Eingriffliger Weißdorn
  • Rhamnus cathartica - Kreuzdorn
  • Viburnum opulus - Gemeiner Schneeball

Stauden aus dem Lebensbereich Wasserrand in der dauerfeuchten Sickergrube

  • Iris pseudacorus - Sumpf-Schwertlilie
  • Juncus effusus - Flatter-Binse
  • Lythrum salicaria - Blutweiderich
  • Mentha aquatica - Wasser-Minze
  • Ranunculus lingua - Zungen-Hahnenfuß
  • Scirpus lacustris - Teich-Simse

Wildblumenansaat - Leitpflanzen auf der nach Osten geneigten, sonnigen Böschung im Parkplatzbereich

  • Anthemis tinctoria - Färber-Kamille
  • Campanula patula - Wiesen-Glockenblume
  • Jasione laevis - Ausdauerndes Sandglöckchen
  • Leucanthemum vulgare - Wiesen-Margerite
  • Lychnis viscaria - Gewöhnliche Pechnelke

Wildblumenansaat - Leitpflanzen auf der nach Norden geneigten, schattigen Böschung oberhalb der Granitschlichtung

  • Arabis glabra - Turmkraut
  • Campanula persicifolia - Pfirsichblättrige Glockenblume
  • Campanula rapunculoides - Acker-Glockenblume
  • Echium vulgare - Natternkopf
  • Epilobium angustifolium - Waldschlag-Weidenröschen

Wildblumenansaat - Decksaat in beiden Bereichen

  • Agrostemma githago - Kornrade
  • Centaurea cyanus - Kornblume
  • Papaver rhoeas - Klatschmohn
  • Matricaria sp. - Kamillen-Arten

Wir danken unseren Projektpartnern: