Aus gutem Grund

Die Nachhaltigkeitsinitiative
der KASTNER Gruppe

KASTNER Apfel als Sorte offiziell anerkannt

Seit 30 Jahren sammelt der ÖKOKREIS alte Obstsorten, war dabei unter anderem auch in Privatgärten unterwegs, hat Bäume kartiert, Apfelsorten bestimmt und vieles mehr. Für nicht zu bestimmende Apfelsorten wurden Arbeitsnamen vergeben.

Auf einem Gelände in der Nähe der Uttissenbachmühle im Waldviertel, in der Nähe von Zwettl (NÖ), dem Wohnort der Familie Kastner sen., wurde ein kleiner, roter Apfel entdeckt, dessen Sorte nicht bestimmt werden konnte. Auf Grund dessen wurde damals, vor etwa 30 Jahren, dafür der Arbeitsname „KASTNER Apfel“ vergeben. Da sich dieser Apfel auf Grund der Kleinwüchsigkeit perfekt für Kindermünder eignet, hat sich als Spitzname zudem „Kindergartenapfel“ ergeben.

Bei einem Besuch von Christof Kastner mit seinen beiden Kindern beim ÖKOKREIS, ließ die Geschäftsführerin, Frau DI (FH) Ute Blaich, den Kindern den kleinen Apfel kosten und erwähnte, dass der Apfel den Arbeitsnamen „KASTNER Apfel“ trägt. Dabei ist die Idee entstanden, diesen Apfel offiziell bestimmen und in die Liste der althergebrachten Apfelsorten eintragen zu lassen.

In Kooperation mit Frau DI (FH) Ute Blaich wurde der „KASTNER Apfel“ daher nach genauer Prüfung des Sortenmusters durch Frau Mag. Eva-Maria Gantar, Abteilung Obstbau an der HBLA u. Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg, in die Liste der allgemein bekannten bzw. althergebrachten Apfelsorten aufgenommen und darf ab sofort mit Sortenhinweis auch vermarktet werden. KASTNER wird diesen Apfel, bei dem es sich vermutlich um einen Jonathan Abkömmling handelt, in erster Linie Kindergärten und Schulen zur Wissensvermittlung über Themen wie Obst‐Produktion, Regionalität und Nachhaltigkeit zur Verfügung stellen.

Informationen zu unseren Partnern finden Sie hier: www.oekokreis.org, www.weinobst.at.

v.l.n.r.: Christof Kastner, DI (FH) Ute Blaich, DI Lukas Schlosser

Sortenbeschreibung

Die Frucht ist klein, flach kugelig und an beiden Enden abgestumpft. Sie ist ca. 60 mm breit und 45 mm hoch.
Der Kelch ist halb offen und sitzt in einer tiefen, ziemlich weiten Senkung mit leichter Berostung.
Der Stiel ist bis zu zwei Zentimeter lang und sitzt in einer weiten Höhle mit leichter oder keiner Berostung.
Die Schale ist fein, glatt und glänzend. Die Frucht ist ganzseitig von einem leuchtenden, flammenden Dunkelrot überzogen. Die Schalenpunkte sind fein und wenig bemerkbar.
Das Kernhaus ist fast geschlossen, die Kammern sind eng mit zahlreichen und eiförmigen Samen gefüllt.
Der Geschmack kann als Süß mit leichter Spur von Säure beschrieben werden.
Die Reifezeit: Die Früchte sind schon ab Mitte September genussreif. Werden sie allerdings dann schon zum Einlagern gepflückt, ist die Haltbarkeit verringert. Beste Pflückzeit ist Mitte Oktober, dann halten die Äpfel (in einem guten Keller) bis April.