Aus gutem Grund

Das Nachhaltigkeitsprogramm
der KASTNER Gruppe

Glasflächen-Gestaltung

Im Jahr 2009 wurde die Bürofläche aus den 70er Jahren nach Niedrigenergiestandard umfangreich renoviert. Zahlreiche Glasscheiben und Glastüren kamen dabei zum Einsatz, um einen offeneren Arbeitsbereich zu schaffen.

Für die Gestaltung dieser Glasflächen wurde der Zwettler Künstler Martin Kitzler beauftragt. Der Text an den außen laufenden Glasscheiben besteht aus Zitaten von Peter F. Drucker. Der Text an den innen laufenden Glasscheiben besteht aus dem Leitbild und den Werten der KASTNER Gruppe.

Die künstlerische Gestaltung wurde auf Augenhöhe eines durchschnittlich großen Menschen angebracht. Die gesamte künstlerische Gestaltung umfasst 151 Glasscheiben mit einer Gesamtlänge von 143,3 m. Daraus ergibt sich eine Summe von 8075 einzelnen Buchstaben.

Der praktisch angewandte Nutzen der künstlerischen Gestaltung ist der einer optischen Barriere. Vor allem bei Glastüren soll ein Dagegenlaufen verhindert werden. An den Glasscheiben, die als Wände dienen, lenken die graphische Gestaltung und die inhaltliche Vielschichtigkeit des Textes vom ungehinderten Blick durch die Büros ab. Jedoch darf der Blickkontakt von innen nach außen und umgekehrt nicht vollständig unterbrochen werden. Die Transparenz zwischen Gang und Büro bleibt erhalten.

 

Darstellung

Schaut man aus einem Büro in Richtung Gang, so sieht man eine graphisch gestaltete optische Barriere, die aber genug Freiraum zulässt, um die gesamte räumliche Situation sowohl innen, als auch außen, wahr zu nehmen. Der Blick wird nicht versperrt, sondern nur begrenzt, um dem Gefühl beobachtet zu werden entgegenzuwirken.

Der dreizeilige Schriftblock besteht aus über achttausend Großbuchstaben der Schriftart ARIAL BLACK. Die Buchstaben sind überlappend aneinander gereiht, sodass die einzelnen Buchstaben wie auch die einzelnen Zeilen miteinander verbunden sind. Die drei Zeilen auf einer Glasscheibe sind abwechselnd positiv-negativ-positiv, auf der nächsten Glasscheibe negativ-positiv-negativ ausgeführt. Dieser Wechsel von einer Glasscheibe zur Nächsten, lockert das horizontal durchlaufende Schriftband auf.

Der Text ist durchlaufend ohne Zwischenräume ausgeführt – was zwei Gründe hat. Zum Einen die formalen, graphischen Gesichtspunkte. Zum Anderen soll der Text nicht beiläufig wie eine Zeitung zu lesen sein. Der Text per se und auch die Gestaltung haben es sich verdient, dass man sich den Inhalt mit Aufmerksamkeit erarbeitet.

Um den Text fortlaufend zu lesen, muss man auf jeder Glasscheibe zuerst die oberste Zeile lesen bevor man mit der zweiten und der dritten Zeile beginnt. Das bedeutet, dass man dreimal vor jede Glasscheibe treten muss, um den gesamten Text erfassen zu können.